Michael Maier

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Michael Maier

Michael Maier (* 1569 in Kiel, † 1622 vermutlich in Magdeburg) war ein paracelsischer Arzt und Alchemist, der sich besonders für die Ziele der Rosenkreuzer einsetzte. Er hatte aber im Gegensatz zu Rosenkreuzern wie Johann Valentin Andreä ein ausgeprägtes naturwissenschaftliches Interesse an der Alchemie.

Michael Maier studierte von 1587 bis 1591 in Rostock Sprachen und Rhetorik sowie Medizin und legte im Oktober 1592 in Frankfurt an der Oder die Magisterprüfung ab. An der Universität Basel promovierte Michael Maier 1596 zum Doktor der Medizin und kehrte dann nach Rostock zurück, wo er 1597 den Doktortitel der Philosophie erwarb.

Während er als Leibarzt am Hof Kaiser Rudolf II. tätig war, hatte er Kontakt zu den höfischen Alchemisten und Hermetikern, mit denen sich Rudolf II. umgeben hatte.

In der Zeit zwischen 1597 und 1607 bildete Michael Maier sich vom Philosophen zum praktischen Okkultisten und Alchemisten fort. Dabei wurde er besonders von Michael Sendivogius inspiriert. Er vertrat in mehreren Schriften (De Theosophia Aegyptiorum, ungedr.; Arcana arcanissima, o. J.) die These, die Sagen der antiken Mythologie seien als Darstellungen alchemischer Prozesse zu deuten, was schon bei Zeitgenossen auf Ablehnung stieß.

Werke

  1. Lusus series, quo Hermes sive Mercurius Rex Mundanorum Omnium sub Homine existentium, Oppenheim 1616, 1619. Frankfurt 1617 (deutsche Übersetzung Frankfurt 1615, englische Ü. London 1654).
  2. Symbola aureae mensae duodecim nationum. Frankfurt 1617. Nachdruck: Akademische Druck und Verlags Anstalt, Graz 1972.
  3. De Theosphia Aegyptiorum (~ Leipzig 1687)
  4. Silentium post clamores. Frankfurt 1617.
  5. Atalanta fugiens, hoc est emblemata nova de secretis naturae chymica. Mit 52 Stichen von Matthaeus Merian d. Ä. Oppenheim 1618
  6. Viatorium, hoc est De Montibus Planetarum Septem seu Metallorum. Oppenheim 1618.
  7. Tripus aureus. Frankfurt 1618 (Sammlung der Schrift Practica von Basilius Valentinus , jeweils eine Schrift des englischen Alchemisten Thomas Norton und eines fiktiven John Cremer aus dem Pseudo-Lull-Umfeld).
  8. Examen Fucorum Pseudochymicorum. Frankfurt 1617.
  9. Jocus Severus. Frankfurt 1617.
  10. Themis aurea. Frankfurt 1618 (Nachdruck: Los Angeles 1976)
  11. Verum Inventum hoc est munera Germaniae, Frankfurt 1619.
  12. Arcana Arcanissima. (ca. 1613/1614).
  13. Cantilenae Intellectuales et Phoenice redivivo. Rostock 1622(Französische Ausgabe: Chansons sur la resurection de Phoenix. Paris 1758). Neuausgabe: Erik Leibenguth: Hermetische Poesie des Frühbarock. Die ‚Cantilenae intellectuales‘ Michael Maiers. Edition mit Übersetzung, Kommentar und Bio-Bibliographie. Tübingen 2002.
  14. Civitas Corporis Humani, Frankfurt 1621.
  15. De Circulo Physico Quadrato, Oppenheim 1616.
  16. Septimana Philosophia, Frankfurt 1620.
  17. Tractatus posthumus sive Ulysses. Frankfurt 1624 (mit mehreren Rosenkreuzer-Traktaten). ( 3)

Literatur

Weblinks