Manu

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Das Wort Manu (Sansk. Manu ,Mensch) bezeichnet im Hinduismus einen Stammvater der Menschen, wobei vierzehn verschiedene Manus pro Kalpa unterschieden werden, deren Zeit als Manvantara bezeichnet wird. Ein Manu gilt auch als Verfasser des Gesetzbuches Manusmriti.

Der momentane und siebte Manu ist Vaivasvata. Das momentane Kalpa wird mit der weiße Eber (sveta varaha kalpa) bezeichnet. Vaivasvata ist auch als Sraddhadeva oder Satyavrata bekannt. Er soll identisch mit einem König Dravida sein, der vor der großen Flut regiert haben soll.

Matsya Avatar mit Rishis im Boot

Dieser wurde vom Matsya - Avatar Vishnus gewarnt und baute ein Boot, welches eine Familie und die sieben Weisen sicher trug. Der früheste diesbezügliche Text findet sich im Satapatha - Brahmana.
Verschiedene Varianten dieses Mythos finden sich in anderen Texten wie dem Mahabharata und in verschiedenen Puranas.
Die Geschichte ähnelt dem Gilgemesh-Mythos und der Geschichte von Noah und der Sintflut. Sie enthält die Allegorie der Pranayama-Stufe.

Manvantaras

Nach dem Vishnu Purana dauert ein Manvantara 70 mal die Zahl der Jahre eines Yugas und zusätzliche Jahre, zusammen bis zu 852,000 göttlichen Jahre oder 306,720,000 Menschenjahre [1]. Sieben Rishis, bestimmte Devas wie Indra, Manu, der König und seine Söhne werden geschaffen und vergehen in einem Zyklus genannt Manwantara, welches 71mal die Zahl der Jahre eines Yugas und einige Zusatzjahre lang ist: Das ist die Dauer des Manu, der Gottheiten, und der Rest von 852,000 göttlichen jahren oder 306,720,000 Jahren Sterblicher, unabhängig von der zusätzlichen Periode.
Vierzehn mal diese Periode ist ein Tag Brahmas ; der Audruck Brahma (Bráhma) ist die abgeleitete Form. Ein Brahma - Leben hat 100 Brahma varshas....

14 Manus

Die 14 Manus dieser 14 Manvantaras bzw. Kalpas sind[2]

  1. Swayambhuva (Sans. svāyambhuva)
  2. Swarochisha (Sans. svārociṣa)
  3. Auttami (Sans. auttami)
  4. Tamasa (Sans. tāmasa)
  5. Raivata (Sans. raivata)
  6. Chakshusha (Sans. cākṣuṣa)
  7. Vaivasvata oder Satyavrata(momentaner Manu)
  8. Savarni (Sans. sāvarṇi)
  9. Daksha-savarni (Sans. dakṣa-sāvarṇi)
  10. Brahma-savarni (Sans. brahma-sāvarṇi)
  11. Dharma-savarni (Sans. dharma-sāvarṇi)
  12. Rudra-savarni (Sans. rudra-sāvarṇi)
  13. Rauchya (Sans. raucya) oder Deva-savarni (Sans. deva-sāvarṇi)
  14. Bhautya (Sans. bhautya) oder Indra-savarni (Sans. indra-sāvarṇi)

Literatur

  1. Alain Daniélou, A Brief History of India. Inner Traditions, Bear & Co., 2003, ISBN 978-1-59477-794-3, (S. 19...)
  2. Klaus K. Klostermaier, A Survey of Hinduism: Third Edition. SUNY Press, 2007 , ISBN 978-0-7914-7082-4, (S. 97)
  1. Bhaktivedanta Swami Prabhupada, Teachings of Lord Caitanya : The Golden Avatara. The Bhaktivedanta Book Trust, 2013, ISBN 978-91-7149-730-7, (S. 109)
  2. Manu Samhita, Dutt - en

Referenzen

  1. Vishnu Purana, translated by Horace Hayman Wilson, 1840, Book I: Chapter III. S. 26-28
  2. http://books.google.de/books?id=2-VhBAAAQBAJ&pg=PT109&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false

Weblinks