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Hektor

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Hektor (altgriech. Ἕκτωρ ) ist eine Gestalt aus Homers Epos Ilias. Die lateinische Form des griechischen Ἕκτωρ (Hektor) leitet sich aus ἕκτωρ (hektor; festhalten, besitzen) her. Er symbolisiert die astrale Begierden-Natur.

Hekabe

Nach Homer war Hekabe (Hecabe; Altgriech. Ἑκάβη Hekábē) die Tochter von König Dymas von Phrygien, aber Euripides(in : Hecuba) und Virgil(Aeneid III.19–68) schreiben von ihr als Tochter des thrakischen Königs Cisseus. Pseudo-Apollodorus fügt als dritte alternative Option hinzu, Hekabes Eltern könnten genauso gut der Flussgott Sangarius und Metope sein.

Hektor ist vor seinem jüngeren Bruder Paris der älteste Sohn des Königs Priamos von Troja und eines der 19 Kindern von dessen 2. Frau Hekabe, darunter Hektor, Paris, Helenos, Troilos, Deiphobos, Kassandra, Polydoros. Hector (Stesichorus : Fr. 108; Tzetzes : On Lycophron; nach Porphyry sahen Ibycus, Alexander, Euphorion and Lycophron ihn als Son von Apollo) und Troilus(Apollodorus, Bib. 3. 12. 5 & E3. 32) werden manchmal auch einer Beziehung zu Apollon zugeschrieben. Hektor ist der wichtigste Held und Heerführer Trojas im zehnjährigen Trojanischen Krieg.

Hekabe(Hekuba) erscheint auch in der Ilias. In Buch 6.326–96 trifft sie Hector bei seiner Rückkehr in die Polis und bietet ihm den Trankopfer-Krug an. Sie weist ihn an, ihn Zeus anzubieten und selbst davon zu trinken, was Hektor ablehnt. Auf Hektors Rat hin wählt sie ein Kleid aus Alexanders Schatz als Opfergabe für die Göttin und führt die trojanischen Frauen zum Tempel der Athene, um um Hilfe zu beten. In Buch 22 bittet sie Hector, nicht gegen Achilles zu kämpfen. Sie drückt ihre Vorahnung aus, 'niemals zu trauern, dass Sie auf einer Biere liegen'. In Buch 24.201–16 ist sie über Priamos Plan besorgt, Hektors Leiche aus Achilles Hütte zu holen. In derselben Episode(zwischen 24.287 und 98) bietet sie Priamos den Trankopferkrug an und weist ihn an, zu Zeus zu beten, damit er ein günstiges Omen erhält, wenn er sich auf den Weg zum achaischen Lager macht. Anders als in der ersten Folge akzeptiert Priamos das angeforderte Omen und wird mit ihm belohnt. Schließlich beklagt sie Hektors Tod in einer Rede zwischen 24.748 und 59.
Die Eroberung der Stadt Troja stürzt die Königin Hekabe in tiefste Not, in die Abhängigkeit und Verzweiflung einer Sklavin und beraubt sie ihres Mannes und aller Kinder.

Hektor - Mythos

Hektors Leiche wird nach Troja heimgeholt

Homer beschreibt die 51 Handlungstage vom Ausbruch des Zorns des Achilleus, des stärksten Kämpfers auf Seiten der Achäer, bis zu Hektors Fall und Beisetzung.

Der Hektor der Ilias ist der Schützling Apollons. Er wird nicht nur als tüchtiger Kämpfer dargestellt sondern auch als Sohn, Bruder, liebevoller Ehemann und Vater. Große Teile seiner Beschreibung sind dem Abschied von seiner Frau Andromache und dem Sohn Astyanax gewidmet. Hektor wird als Günstling verschiedener Götter dargestellt, die über Sieg und Niederlage, Leben und Tod entschieden haben, noch bevor die eigentliche Tat getan ist.

Im Verlauf der Schlachten gelingt es den Trojanern, die Achäer bis zu ihren Schiffen zurückzudrängen, die Hektor und den anderen trojanischen Helden nichts entgegensetzen können, solange der grollende Achilleus sich weigert, an der Schlacht teilzunehmen. Das Tor zu den Befestigungen zertrümmert Hektor selbst mit einem einzigen Steinwurf. In der bedrohlichen Situation legt Patroklos, der Vetter des Achilleus, mit dessen Einverständnis dessen Rüstung an und führt an seiner Stelle die Myrmidonen, die Gefolgsleute des Achilleus, in die Schlacht. Es gelingt ihm, die Trojaner zurückzuschlagen. Patroklos selbst wird aber von Hektor erschlagen. Hektor war im Glauben Achilleus getötet zu haben. Achilleus greift daraufhin erneut in das Geschehen ein und treibt die Trojaner zurück in die Stadt.
Hektor bleibt als einziger vor den Mauern, um sich ihm zu stellen. Er wird von von Achilleus dreimal um die Mauern Trojas gejagt, bis er sich durch eine List Athenes stellt und getötet wird. Sterbend bittet Hektor darum, dass seine Leiche der Stadt zurückgegeben werde, doch Achilleus durchbohrt ihm die Fersen und schleift den Leichnam zwölf Tage um das Grab seines Freundes. Um dem ein Ende zu setzen, beauftragt Zeus Achilleus’ Mutter Thetis, ihren Sohn zur Vernunft zu bringen. Dieser lässt sich von König Priamos endlich zum Mitleid bewegen und überlässt ihm schließlich den Leichnam. Die Ilias endet mit einer elftägigen Trauer der Trojaner um Hektor.

Literatur

  • Max Lehnerdt: Hektor. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,2, Leipzig 1890, Sp. 1910–1927

Weblinks