Heka

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Heka-pa-chered auf Relief am Esna - Tempel, rechts Chnum

Die Gottheit Heka ('Aktivierung des Ka bzw. ḥk3w 'Magie') war im alten Ägypten die Personifikation der Magie und der Heilkunst. In Griechenland wurde Heka mit der Heilgottheit Asclepius gleichgestellt.

Heka hatte keinen besonderen Kult und keine rituelle Verehrung und auch keine Tempel ausser im späten Ägypten zwischen 525 und 323 BCE.

Nach den Sargtexten (verfasst um 2134-2040 v. Chr.) soll Heka zu Beginn der Zeit vom Schöpfer Atum erschaffen worden sein. Dort ist zu lesen : Der Gott spricht dies direkt an und sagt: 'Zu mir gehörte das Universum, bevor die Götter entstanden. Du bist hinterher gekommen, weil ich Heka bin'(Zauber, 261)

Später wird Heka als Teil des Tableaus des göttlichen Sonnenkastens als Beschützer von Osiris dargestellt, der Krokodile blenden kann.

Im Alten Reich wurde Heka als menschengestaltiger Gott mit herunterhängenden Armen sowie Anch-Zeichen und Stab und Hemhem - Krone abgebildet. Machmal hielt er auch gekreuzte Schlangen vor sich.

Heka erscheint auch als Teil einer göttlichen Triade in Latopolis (Esna), wo er der Sohn des Khnum und einer Reihe von Göttinnen ist. Als seine Mutter wurde abwechselnd Nebetu'u, eine Form von Hathor, die löwenköpfige Menhit und die Kuhgöttin Mehetweret bezeichnet, und schließlich die Göttin Neith.

Hekas Gegenstück war eine Göttin namens 'Weret Hekau' (die große Zauberin), die als Kobra dargestellt wurde.

Literatur

  • David Rankine: Heka: The Practices of Ancient Egyptian Ritual and Magic. Avalonia, London 2006, ISBN 1-905297-07-6.
  • Herman te Velde: The God Heka in Egyptian Theology. In: Jaarbericht van het Vooraziatisch-Egyptisch Genootschap Ex Oriente Lux. Nr. 21, Leiden 1970, S. 175–186.

Siehe auch

Weblinks