Gorgon

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Archaischer Gorgon - 530 BC

Die Gorgonen (altgriech. gorgónes, von gorgós 'schrecklich'; singular Gorgone oder Gorgo) sind in der griechischen Mythologie drei geflügelte Schreckgestalten mit Schlangenhaaren: Sie lassen jeden, der sie anblickt, zu Stein erstarren. Ähnliche Gesichter sind die asiatischen Kirtimukha(~glorreiches Gesicht).
Die abgetrennten Köpfe symbolisieren das menschliche Ich mit seinen Varianten. Sie erinnern entfernt an den indischen Rahu.

Im Tempel der Artemis in Korfu haben sie einige Reptilien-Attribute wie ein Gürtel aus Schlangen und Schlangen aus dem Kopf oder in den Haaren.

Mythos

Gorgoneion 6tes Jh. BC

Die drei Gorgonen Stheno (Stheino, Sthele), Euryale und Medusa gelten als die Töchter des Meeresgottes Phorkys und der Keto.
Medusa ist die einzige Sterbliche unter ihnen. Sie wurde von Perseus enthauptet, und ihr Kopf wurde der Göttin Athene gebracht. Mit umgehängten Gorgonenhäuptern wurden sowohl Athene als auch Zeus abgebildet[1].

In der Odyssee ist der Gorgon ein Ungeheuer der Unterwelt, in welche die frühesten griechischen Gottheiten geworfen wurden: '... und blasse Furcht ergriff mich, damit nicht Persephone könnte mir übergeben aus dem Haus des Hades den Kopf des Gorgon, das schreckliche Ungeheuer'.

Während Homer lediglich von einem einzigen Gorgon spricht, nennt Hesiod drei Gorgonen, nämlich Stheno (die Mächtige), Euryale (die Weitspringerin) und die (leidgeprüfte) Medusa (die Königin).
Die drei Köpfe sollen wohl auf Ida, Pingala und Prana-Kundalini hinweisen.

Literatur

Amazone mit Gorgon auf dem Schild
  • Breve compendium facti..
  • Stephen R Wilk, Medusa: Solving the Mystery of the Gorgon. Oxford University Press 2000, ISBN 978-0-19-988773-6.
Gorgon Kameiros

Referenzen

  1. Greek and Roman Art , Eleni Vassilika, S. 95

Weblinks