Esel

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Der Esel wird reichlich gefüttert und geputzt, indess die arme Seele verhungert und erfrieret.( Oraei, eicones mysticae. Francof. 1610. S. 37 ) -
bzw. Er bindet auch nur seinen Esel an einen Baum....

Der Esel (mhd. esel, ahd. esil; lat. asinus oder asellus) ist ein Tier, welches in der Esoterik eine mehrfache Bedeutung hat von körperlicher Triebhaftigkeit bis zu Demut.

Esel in Medina in Fes

Hinduismus

Lakshmi hat auch noch ihre ältere Schwester als Gegenspielerin, die im Hinduismus mit einem Esel als Reittier als Unglücksgöttin und Göttin der Armut rangiert. Sie wird auch als zweite Frau des Dämons Kali[1] angesehen.

Balarama tötet den von Kamsa gesandten Dhenuk-Asura aus der Asura - Eselsherde.

Im Ramayana wird Khara, ein menschenfressender Dämon den Rama mit einem Pfeil niederstreckt, auch mit Esel oder Maultier übersetzt.

Ravana, der auch den Astralkörper vertritt, wird auch mit einem Eselskof über dem Kopf dargestellt.

Zum bei Sitas Entführung benutzten Wagen heißt es, das mächtige Gefährt wurde von Eseln mit Donnern vorwärtsgezogen[2].

Ägypten

In der ägyptischen Mythologie der späten Periode wird der böse Gott Seth auch als Esel, der dem früheren Seth-Tier Sha ähnelte, oder mit einem Eselskopf abgebildet[3]. Einige Dämonen wurden in Eselsgestalt dargestellt. Sie galten als unfreundlich und wurden Unholdin genannt.

Der Esel wurde in Ägypten allgemein als ein Bösewicht und Widersacher des Sonnengottes beschrieben, der versuchte, die Fahrt der Sonnenbarke zu behindern. Er rückte damit in die Nähe von Apophis, der Macht der Unordnung, der Zerstörung und des Dunkels. [4] Das spätere Tötungsritual eines Esels stand für das Beseitigen von Unordnung und der Zerstörung.

Christentum

Flucht nach Ägypten

Der Esel kommt hier in drei Szenen vor

  1. Er ist zugegen neben dem Ochsen bei Christi Geburt (ab Darstellungen von Jesu Geburt im 3. Jahrhundert). Hier liegen Ochs und Esel vor der Krippe, da dies das Ende der ersten großen und körperlichen Einweihung ist(Geburt des göttlichen Kindes bzw. Stein erster Ordnung)
  2. Er dient als Reittier der Maria auf der Flucht nach Ägypten
  3. Beim Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem(Mt 21,1–11[5], Lk 19,28–40) , was auch als Symbol für Sanftheit und Demut gedeutet wird

Bibel

  1. In Genesis 49,11 heisst es beim Jakobsegen über Juda: "Er bindet seinen Esel an den Weinstock und an die Rebe das Füllen seiner Eselin... ", was auf die Verwandtschaft des Esels mit Dionysos hindeutet
  2. Josef und seine Brüder reiten auf Eseln nach Ägypten
  3. Der Esel wird auch als als widerspenstiges Reittier des Zauberers Biliam (4. Mose 22) erwähnt.
  4. Im 4. Buch Mose 22,28 spricht die Eselin mit ihrem Reiter Bileam, als ihnen ein Engel mit einem Schwert entgegentritt und sie von ihrem Reiter geschlagen wird: Was hab ich dir getan, dass du mich nun dreimal geschlagen hast?
  5. Im 5ten Buch Mosis 22, 10 heisst es Du sollst nicht zugleich mit Ochs und Esel ackern.
  6. Mit dem Auffinden des Esels erfüllt sich die Vorhersage von Sach 9,9 Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.
  7. In 1 Kön 1,33 ordnet David den Ritt seines Sohnes Salomo auf dem königlichen Maultier zu seiner Inthronisation an.

Griechen

In der griechischen Mythologie kommt der Esel als Begleiter des Gottes der unsterblichen Lebenskraft vor. Der Silen gilt als Erzieher und Begleiter des Gottes Dionysos. Er wird zumeist als alter Mann mit Knollennase und wie die Satyrn mit spitzen Pferdeohren oder Bocksohren und ähnlichem Schwanz und mit Weinlaub bekränzter Glatze und dickem Wanst dargestellt, der in leichtem Rausch schlafend auf einem Esel sitzt.

König Midas wird mit Eselsohren bestraft, weil er das Flötenspiel des Marsyas dem harmonischen Saitenspiel Apollons vorzog.

Römer

Der Esel soll durch sein Geschrei die Keuschheit der Vesta bewahrt haben[6].

Lorber

Bei Jakob Lorber hat der Esel die Bedeutung von Erduldung und Demut, zB. des demütigen Aufsichnehmens des Schicksals ohne murren bzw. der Genügsamkeit.

Literatur

Referenzen

  1. https://en.wikipedia.org/wiki/Kali_%28demon%29
  2. http://www.ramayana.pushpak.de/b3n049.html
  3. H. te Velde, Seth, God of Confusion: A Study of His Role in Egyptian Mythology and Religion, Probleme der Ägyptologie, 6 , G. E. van Baaren-Pape, transl. (W. Helck. Leiden: Brill 1967), S. 13-15.
  4. http://www.aegypten-geschichte-kultur.de/esel
  5. http://www.schmanck.de/esel.html
  6. Die alten Pelasger und ihre Mysterien von Christian G. Eissner , S. 202

Weblinks