Eber

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Der Eber ist ein Tier, das in der Varaha-Upanishads und im Varaha-Purana als auch in der griechischen Mythologie und in Ägypten in Erscheinung tritt.

Griechische Mystik

Erymanthischer Eber

Der erymanthische Eber (altgriechisch ἐρυμάνθιος κάπρος erymanthios kapros) war in der griechischen Mythologie ein Nachkomme der nach Apollodor von Typhon und Echidna abstammenden Sau Phaia. Das gefährliche Tier ist nach dem Berg Erymanthos in Arkadien benannt. Er war genau wie die kerynitische Hirschkuh der Göttin Artemis geweiht und verwüstete die Gegend um den Berg Erymanthos. Herakles wurde mit der Aufgabe betraut, ihn lebendig zu fangen und nach Mykene zu bringen. Dazu trieb ihn der Held ihn aus dem Dickicht des Waldes heraus und tief in ein Schneefeld. Der Eber ermüdete dadurch rasch.
Der zerstörerische Eber symbolisiert hier die negativen pranischen Kräfte, welche die Felder um den Berg - d.h. die niederen Körper - schädigte.

Kalydonischer Eber

Der kalydonische Eber war nach Strabon(Geographika 8, 6, 22.e) ebenfalls ein Nachkomme der gewaltigen Sau Phaia. Artemis hatte ihn erzürnt zur Verwüstung der umliegenden Felder der Stadt Kalydon geschickt, da der dortige König Oineus vergessen hatte, Artemis in seine Opfergaben einzuschließen.
Der Eber war von weißer Farbe und hatte Borsten wie Spieße, Zähne wie ein Elefant und war so groß wie ein Ochse. Selbst die Arbeiter und das Vieh werden getötet. Schließlich ruft der König nach den tapfersten Helden Griechenlands. Erst Meleager gelingt es schließlich die Flanke des Ebers mit seinem Speer zu durchbohren, wodurch der Eber schließlich verendet.

Bibel

Psalm 80 Vers 14 erwähnt den Eber z. B. als Verwüster des Weinbergs.

Ägypten

Schon im mittleren reich findet sich eine Assoziation mit Seth, welcher sich "in einen schwarzen Eber verwandelt" dessen Anblick das linke Auge (Mondauge) des Horus schädigt und diesen krank danieder wirft (Tb 112, 10-15).
Re fordert imweiteren Verlauf 'Verabscheut das Schwein um des Horus willen, damit er gesund wird.' (Tb 112, 20ff).
In dem spätzeitlichen Tempel in Edfu wird Seth bei den Kämpfen des Horus als Schwein dargestellt. In einer Szene der 5. Stunde des Pfortenbuches, welche in der Halle des [[Osiris] spielt, wird ein Schwein in einer Barke von einem Affen mit einem Stock vertrieben.[1]

Varaha Purana

Im Varaha - Purana hat der Avatar hier auf U.L. 7 eine esoterisch ähnliche Aufgabe wie Herakles bei der Tötung des erymanthischen Ebers (Stufe 11). Vishnu nahm die Gestalt eines männlichen Schweins an, um die noch sehr jugendliche Mutter Erde vor dem Dämon Hiranyaksha(der Goldäugige) zu retten, der sie in seine Gewalt gebracht und in die Tiefen des Weltmeeres versenkt hatte. Varaha umschlang den sie mit seinen Armen und hob sie mit seinen Hauern, an denen sie sich festhielt, wieder in die Höhe.
Dieses Szenario beschreibt U.L. 7.3(Erdphase) und 7.3(Wasserphase). Die beiden Hauer sind O und M.

Buddhismus

Im Mahayana ist der Eber ein Vahana der Göttin Marichi. Das Schwein des Lensrades symbolisiert Unwissenheit und Verblendung.

Nordische Mythologie

In der germanischen Mythologie ist der Güllinbürsti (goldborstener Sonneneber) ein schützendes und im Kampf erprobtes Wappenbild mit der Bedeutung von Stärke und Heldenmut.

Hildisvini, auch Hildiswini (altnordisch Hildisvíni „Kampfschwein“) ist in der nordischen Mythologie ein Eber, den die Göttin Freya als Reittier nutzt.

Särimner (Sährimnir) ist in der nordischen Mythologie der Eber Odens (Odins). Er hatte die Aufgabe, die Einhärjarna (Einherjer) mit Fleisch zu ernähren, die tapferen Krieger, die nach ihrem Tode zur Valhall geführt wurden. Odin trank beim Festmahl jedoch nur Mjöd und gab sein Fleisch seinen beiden Wölfen Gere und Freke zu seinen Füßen.

Literatur

  • A und B - S. 105 Erymantos
  • Heinrich Beck, Karl Horst Schmidt: Eber. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 6, Walter de Gruyter, Berlin/New York 1986, ISBN 3-11-010468-7, S. 328–336; (A_E)

Referenzen

Weblinks

  • Symbolonline über den Eber