Dharmaguptaka

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Das Dharmaguptaka (pinyin: Fǎzáng Bù) ist eine der ca. 18 frühen buddhistischen Schulen. Es soll seine Ursprünge in den Mahīśāsakas gehabt haben und ist heute neben dem Theravāda und dem Mūlasarvāstivāda eine der drei auf dem Vinaya Pitakam basierenden überlebenden Vinaya - Linien.

Die Dharmaguptakas hatten eine bedeutende Rolle im frühen zentralasiatischen und chinesischen Buddhismus und überlebten bis heute in China, Korea und Vietnam.

Lehre

Die Lehre der Dharmaguptakas basierte auf einem Verständnis der Buddhas getrennt von Samgha und den zwei Yanas. Sie sahen ihre Lehre als über der von Arhats stehend. Sie betonten auch den Verdienst der Hingabe an Stupas und betrachteten den Pfad eines śrāvaka (śrāvakayāna) und den Pfad eines Bodhisattva (bodhisattvayāna) als verschieden.

Die Dharmaguptakas sind auch dafür bekannt, die Autorität der Sarvastivada - Ordensregeln (prātimokṣa-) Regeln mit der Begründung abgelehnt zu haben, daß die ursprünglichen Lehren des Buddha verloren seien.

Sie benutzten eine zwölffache Untersteilung der buddhistischen Lehren, die in ihrem Dīrgha Āgama (Lange Erörterungen, Cháng Ahánjīng)´, dem Vinaya, und in einigen Mahāyāna Sūtras zu finden ist. Die 12 Unterteilungen sind :

  1. sūtra
  2. geya
  3. vyākaraṇa
  4. gāthā
  5. udāna
  6. nidāna
  7. jātaka
  8. itivṛttaka
  9. vaipulya
  10. adbhūtadharma
  11. avadāna
  12. upadeśa

Das Dīrgha Āgama der Dharmaguptakas wurde von Buddhayaśas und Zhu Fonian gegen Ende der Qin Dynastie um 413 CE. erstellt. Es enthält 30 Sutras im Gegensatz zu den 34 Sutras des theravadischen Dīgha Nikāya.

Das Śāriputra Abhidharma Śāstra (T1548) wird ebenfalls den Dharmaguptakas zugeschrieben. Nach Joseph Walser bestehen auch Verbindungen zum Pañcaviṃśatisāhasrikā Prajñāpāramitā Sūtra (25,000 Zeilen) und zum Śatasāhasrikā Prajñāpāramitā Sūtra (100,000 Zeilen).

Der größte Teil der restlichen Lehren ähnelt denen der Mahāsāṃghikass.

Eine vollständige Version des Dīrgha Āgama (Taishō Tripiṭaka 1) wurde von Buddhayaśas und Zhu Fonian in die chinesische Sprache übersetzt. Sie enthält 30 Sūtras, während das Dīgha Nikāya der Theravadins 34 Suttas aufweist. A.K. Warder verknüft auch das Ekottara Āgama (Taishō Tripiṭaka 125) mit den Dharmaguptakas, da die Zahl der Ordensregeln mit dem Dharmaguptaka Vinaya übereinstimmt. Die chinesische Übersetzung des Dharmaguptaka Vinaya ist im Taishō Tripiṭaka 1428.

Das Dharmaguptaka Tripiṭaka soll fünf Piṭakas einschließlich einem Bodhisattva Piṭaka und rinrm Mantra Piṭaka (Dhāraṇī Piṭaka) enthalten haben. Nach Darstellung des Dharmaguptaka - Mönchs und Übersetzers Buddhayaśas hatte die Dharmaguptaka - Schule das Mahāyāna - Tripiṭaka assimiliert.
Die Dharmaguptakas unterschieden aber zwischen dem Pfad des śrāvaka (śrāvakayāna) und dem Pfad des Bodhisattva (bodhisattvayāna).

Dirgha Agama

Das Dirgha Agama (Lange Erörterungen, Cháng Ahánjīng) ist einer der Hauptabschnitte des Sūtra Piṭaka. Es entspricht dem Dīgha Nikāya der Pāli-Tradition. Viele Schulen des frühen Buddhismus hatten ihre eigenen Versionen, die zum größten Teil nicht überlebt haben.
Neben den jüngsten Entdeckungen von Teilen des Sarvāstivāda Dīrgha Āgama in Sanskrit und mehrerer Sūtras aus dieser Tradition in tibetischer Übersetzung gibt es eine vollständige Version auf Chinesisch. Diese enthält 30 Sūtras im Gegensatz zu den 34, die in Pāli vorhanden sind. Es wird angenommen, dass es vom Dharmagupta ist. Ein Vergleich der verschiedenen überlebenden Versionen zeigt insgesamt eine hohe inhaltliche Konsistenz der Lehre.

Literatur

Weblinks