Deukalionische Flut

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Nach Ovid (Metamorphosen I, 208–415) strafte Zeus die Menschen des eisernen Zeitalters durch eine große Flut, die nur Deukalion(~'brennbares Holz oder Schiff', der Sohn des Prometheus, und Pyrrha('flammenfarbig') überlebten.

Lycaon und Jupiter

Lykaon

Die 50 üblen Söhne des Lykaon('Wolf'), eines Sohn des Stammvaters Pelasgus und der Tochter Meliboea des Ozeanus, des Königs der Arkadier und Gründer der ältesten Stadt Lykosura des Landes, die Zeus (evtl. mit einer Ausnahme) mit einem Blitz tötete, nach anderen Versionen in Wölfe verwandelte, sollen besonderen Einfluss auf den Entschluss von Zeus gehabt haben, die Menschen zu vernichten.

Nach Apollodorus 3.8.1 waren ihren Namen MELAINEUS, THESPROTOS, HELIX, NYKTIMOS, PEUKETIOS, KAUKON, MEKISTEUS, HOPLEUS, MAKAREUS, MAKEDNOS, HOROS, POLIKHOS, AKONTES, EUAIMON, ANKYOR, ARKHEBATES, KARTERON, AIGAION, PALLAS, EUMON, KANETHOS, PROTHOOS, LINOS, KORETHON, MAINALOS, TELEBOES, PHYSIOS, PHASSOS, PHTHIOS, LYKIOS, HALIPHEROS, GENETOR, BOUKOLION, SOKLEUS, PHINEUS, EUMETES, HARPALEUS, PORTHEUS, PLATON, HAIMON, KYNAITHOS, LEON, HARPALYKOS, HERAIEUS, TITANAS, MANTINEUS, KLEITOR, STYMPHALOS, ORKHOMENOS.

Zeus verwandelte Lykaon in einen Wolf, nachdem jener ihm ein geschlachtetes Kind geopfert (nach Apollodorus unter das Essen gemischt) hatte. Lykaons Thronfolger soll sein jüngster Sohn Nyktimos(Apollodorus 3,96-99) oder sein Enkel Arkas geworden sein. Vom Lykaon-Mythos existieren allerdings verschiedene Versionen[1].

Deukalion und Pyrrha werfen Steine hinter sich

Deukalion

Deukalion, der Sohn des menschenfreundlichen Prometheus und der Seenymphe Pronoia ('Vorsorge`'), ein von Freveltaten freier Mann, baute auf den Rat seines Vaters einen grossen Holzkasten, den er mit dem Lebensnotwendigen belud. Zusammen mit seiner schönen Gemahlin Pyrrha, einer Tochter von Epimetheus and Pandora, wurde er neun Tage und Nächte lang von den Fluten herumgetrieben und landete schließlich am Parnassos bei Delphi an(Apollodor 1.46). Dort bringt er Zeus ein Dankopfer für die Rettung dar. Zeus gewährt ihm einen Wunsch, und Deukalion wünscht sich, neue Menschen erschaffen zu können. Auf Weisung von Zeus werfen Deukalion und Pyrrha Steine hinter sich, aus denen neue Männer und Frauen hervorgehen. (Nach Apollodor überlebten auch weitere Menschen, die sich auf die Berge gerettet hatten.)

Platon erwähnt die Flut in seinem Timaios[2].

Nach einer Version von Ovid befragte Deukalion das Orakel der Themis, was zu tun sei, um die Erde wieder zu bevölkern. Das Orakle antwortete, er solle die 'Knochen seiner Mutter über seine Schulter werfen'. Über diesen Frevel entsetzt, interpretierten sie die 'Mutter' dann als Gaia und die Knochen als Felsen und warfen Steine über ihre Schultern. Es entstand eine neue Menschheit, ein hartes Geschlecht, in Drangsal erfahren. Pyrrhas Steine wurden zu Frauen und Deukalions zu Männern (Ovid, Metamorphosen 1,260–415).
Das neue Menschengeschlecht ist aber zur Enttäuschung Jupiters genauso hart wie das ehemalige, aus dem es stammt.

Nach Ovid wurde Python aus dem faulenden Schlamm und Schleim geboren, der übrig blieb, nachdem sich die Wasser der Deukalionischen Flut verlaufen hatten. Er wurde allerdings von Apollon schon in dessen Kindheit getötet.

Allegorie

Die Erzählung erinnert an Noahs Fahrt mit der Arche und an den sumerischen Utnapischtim aus dem Gilgamesh-Epos. bzw. an die Flut des Matsya - Purana, hinter der sich eine Allegorie der Stufe 7-8 des universellen Pfades verbirgt(7, 8 :Pranayama). Der neue und zur Entäuschung der Götter wieder harte Mensch hat hier noch keine entscheidende Wandlung in Richtung Göttlichkeit vollzogen.

In der Alchemie steht der 'graue Wolf' für das Antimon, das auch als 'Materia prima' angesehen wird, die am Ende der Stufe 9 des Pfades entwickelt ist. Dazu ein Zitat von Basilius : ' Die Krone des Königs sol von reinem Golde seyn - und eine keusche Braut sol ihm vermählet werden. Darumb so du durch unsere Cörper wircken wilt - so nimb den geitzigen grauen Wolff - so seines Namens halben dem streitigen Marti unterworffen '.(Basilius Valentinus : Zwölf Schlüsssel : Der erste Schlüssel)

Literatur

Referenzen

Weblinks