Daoistische Literatur

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Die umfangreiche taoistische Literatur setzt sich aus philosophischen und alchemischen Texten (wàidān und nèidān) zusammen. Bekannte Texte sind Laotzes Tao Te King, das I Ging (Buch der Wandlungen) und das Geheimnis der goldenen Blüte, daneben auch das Bàopú Zǐ (der Weise, der Einfachheit annimmt) von Gě Hóng, das Cāntōng Qì (die dreifache Einheit) von Wèi Bóyáng und das Fēngshén Yǎnyì (Kanonisierung der Götter).

Die wenigen daoistischen Moralhandbücher Quanshan shu ( quanshan shu, Ch'üan-shan shu, Bücher der Moralgeschichten) sind eine spezielle Gattung von Moralhandbüchern.

Daozang

Schon im fünften Jahrhundert wurden die als Drei Höhlen (San dong) bezeichneten Texte Lingbao, Shangqing und San Huangwen zusammengestellt. Deren drei Hauptthemen waren Ritual, Exorzismus und Meditation.

Das Zhengtong daozang (正統道藏) oder Daozang(Kanon des Weges)[1] beinhaltet den Kanon[2] von ursprünglich 1400 Texten[3], den taoistische Mönche sammelten, der das überwiegende Schriftgut des Daoismus [4] enthält.
Der erste Daozang wurde ca. 400 als Sammlung von etwa 1200 Schriftrollen zusammengestellt. Der Kanon ist formal in "Drei Grotten" (sandong) und "Vier Ergänzungen" (sifu) unterteilt.
Der heutige vierte Kanon stammt aus dem Jahr 1447 mit einem Zusatz aus dem Jahr 1607 und enthält ca. 1500 Werke.

Die Sammlung enthält u.a. Texte verschiedener Schulen

  • Dòngzhēn(Höhle der Verwirklichten) von der Shàngqīng Schule
  • Dòngxuán(Höhle des Mysteriösen) von der Língbǎo Schule
  • Dòngshén(Höhle des Geistes) (mutmaßlich Schriften von Lǎo zǐ und anderer Weisen)

und daneben

  • Tàixuán (Großes Mysterium) (Hauptsächlich Meditation)
  • Tàipíng (Große Balance) (Hauptsächlich Reize und Rituale)
  • Tàiqīng (Große Reinheit) (Zumeist nicht-daoistische Schreiber)
  • Zhèngyī ( Zhèngyǐ, Orthodoxe Einheit) (Zumeist Liturgien der Sekte der himmlischen Meister)

Schulspezifische Schriften

Die verschiedenen daoistischen Schulen gruppierten sich um spezifische Schriften.
Das Wuzhen pian (Wùzhēn piān, W.-G. Wu-chen p'ien, Blätter über das Erwachen zur Realität bzw. Vollkommenheit, zum Erwecken der transzendenten Realität, über das Begreifen der Wirklichkeit; Essay über das Erwachen zur Wahrheit) ist beispielsweise für die spätere südliche Schule des Quanzhen-Daoismus grundlegend.
Das Lingbao Jing beinhaltete eine Gruppe von ca. 40 Texten.

Daoistische Moralhandbücher

Die sogenannten Quanshan shu (quanshan shu, Ch'üan-shan shu, Moralistische Geschichtenbücher) sind eine spezielle Gattung von Moralhandbüchern.

  1. Gongguo ge 功過格 Hauptbuch der Verdienste und der Mängel[5]
  2. Guandi jueshi zhenjing 關帝覺世真經 Perfektes Buch von Kaiser Guans Erleuchtung
  3. Lüzu baochan 呂祖寶懺 Kostbare Buße des Patriarchen Lu[6]
  4. Taishang ganying pian 太上感應篇 Die Tafel der Höchsten Korrespondenz[7]
  5. Wenchang dijun yinzhi wen 文昌帝君陰騭文 Das Buch der verborgenen Tugenden des kaiserlichen Souveräns Wenchang
  6. Yuzhu baodian 玉燭寶典 Schatzkammer der Jadekerze

Literatur

Referenzen

Weblinks