Chinnamasta

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Chinnamasta auf Kama und Ratri

Chinnamasta oder Chhinnamasta (Sanskrit: Chinnamastā, "Die mit den abgetrennten Kopf") bzw. Prachanda Chandika ist eine tantrische Göttin, die zu den Mahavidyas gezählt wird. Sie wird im Guhyatiguhya-Tantra als 5. Mahavidya mit Narasimha in Verbindung gebracht.
Das Pranotasani - Tantra beinhaltet zwei Geschichten über Chinnamastas Geburt. Eine weitere Quelle ist das Shakta-pramoda.
Das Shakti Sangama Tantra enthält eine Geschichte ihrer Geburt durch Shiva[1].
Das Maha-Bhagavata Purana und das Brihaddharma Purana enhalten eine Erzählung der Entstehung aller Mahavidyas einschließlich Chhinnamasta. Daksha's Tochter Sati, die erste Frau von Shiva, ist beleidigt, weil sie und Shiva nicht zu Dakshas Yagna ('Feueropfer') eingeladen waren. Sie besteht trotz Shivas Protesten darauf, dorthin zu gehen. Schließlich nimmt die aufgebrachte Sati eine wilde Form an und verwandelt sich in die Mahavidyas, die Shiva von den zehn Himmelsrichtungen umgeben. Chhinnamasta steht im Westen rechts von Shiva.

Chinnamasta mit Shiva

Darstellung

Chinnamasta wird typischerweise mit einem Schwert in der einen Hand und dem eigenen abgehackten Kopf in der anderen Hand dargestellt. Aus ihrem Hals fließen drei Ströme : Ein Strom fließt in ihren eigenen Mund. Die anderen Ströme fliessen in die Münder der neben ihr stehenden Yoginis.

Chinnamasta Yantra

Sie steht auf Kama, dem Liebesgott, der auf einem Lotus liegend seine Gemahlin Rati umarmt. Ein Konsorte ist Shiva als Kabandha.

Die drei Schädelketten symbolisieren die Beherrschung der Todeskräfte. Ihre Enthauptung deutet auf die Stufe 12 des universellen Pfades, auf der Herakles die zwei Reinigungssströme in den Stall des Augias leitet.

Sadhana

Chiinamsta ist eine Göttin des Kalikula. Das Shaktisamgama-Tantra schreibt ihre Verehrung als nach dem linkshändigen Pfad (Vamamarga) vor.

In der Sadhana wird ein sechsfaches nyasa mit Körperberührungen und spezifischen Mantras und Silben des Sanskrit-Alphabets praktiziert. Das letztendliche Ziel ist die Transformation des Körpers in einen göttlichern Körper.

Ein Mantra ist Shrim hrim klim aim Vajravairocaniye hum hum phat svaha.

Ein weiteres Mantra aus dem Mantra Mahodadhih ist Om Shrim Hreem Hreem Aim Vajra Vairochaniye Shrim Hreem Hreem Phat Svaha.

Chinnamunda

Eine andere Art des Verehrung besteht aus Pranayama und Nyasas[2], nach vorherigem Acamana(Waschen von Händen und Lippen und Singen bestimmter Mantras bei gleichzeitiger Berührung bestimmter Körperteile).

Daneben werden zur Verehrung verschiedene Pujas [3][4] und Mandala-Rituale praktiziert.

Vajrayana

Im tibetischen Buddhismus ist die Göttin als Chinnamunda und als Chinnamasta Vajrayogini[5] bekannt, wo sie auf Bhairava und Kalaratri stehend dargestellt wird ('Chinnamunda Vajravarahisadhana') und auch als mit den zu den Mahasiddhas zählenden Mekhalā (oder Mahakhala - 'ältestes schelmisches Mädchen'), der 'älteren kopfgetrennten Schwester', und Kanakhala (Kankhala, Kanakhalā - 'jüngeres schelmisches Mädchen').

Kanakhala [6]

Ein Shakta-Mantra ist : Om Srim Hrim Hrim Aim Vajravairocaniye Hrim Phat Svaha[7].

Literatur

  • Saktapramodah of Deva Nandan Singh, Madhu Khanna, 2013, ISBN-13: 978-8124606896 ISBN-10: 8124606897
  • Chinnamasta: The Aweful Buddhist and Hindu Tantric, Elisabeth Anne Benard, Motilal Banarsidass, 2000, ISBN-10: 8120817486 ISBN-13: 978-8120817487 (with Chinnamastatantra of the Sakta Pramoda, the buddhist "Chinnamunda Vajravarahisadhna" and the "Trikayavajrayoginistuti")
  • Saktapramodah of Deva Nandan Singh, First Edition, by Madhu Khanna, D.K. Printworld; First edition 2013, ISBN-10: 9788124606896 ISBN-13: 978-8124606896 ASIN: 8124606897 (16 Mandala-Rituale: 10 für die Mahavidyas und jeweils eines für Ganesha, Vishnu, Shiva, Durga und Surya)

Referenzen

Weblinks