Charya Tantra

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Das Charya Tantra (Skt. caryātantra, Wyl. spyod rgyud) oder Upa-Yogatantra oder Ubhaya-Tantra (Wyl. u pa'i rgyud) ist die zweite der drei äußeren buddhistischen Tantraklassen nach der Klassifikation des Sarma und das fünfte Fahrzeug(yana) nach der Klassifikation in neun Tantras. Es folgt den drei Buddhafamilien Tatagata, Padma und Vajra. Es wurde in Band 3 des Gyu De Kun Tus niedergelegt.

Der Name Charya oder Verhaltens - Tantra besteht, weil es gleiche Betonung auf äußere Handlungen des Körpers und der Sprache und auf die innere Kultur des Samadhi legt. Es wird auch als ‘Tantra beider’ (Skt. ubhaya tantra) bezeichnet, weil es mit der Sichtweise des Yoga-Tantra übereinstimmt, während die Verhaltensnormen dem Kriya Tantra ähneln.


Einstieg

Der Reifeprozess erfolgt über 5 Ermächtigungen. Diese beinhalten die Ermächtigungen des Vajra, der Glocke(gantha) und des Namens zusätzlich zu den Wasser- und Kronenermächtigungen. Eine vielpraktizierte Gottheit ist Vajrapani.

Meditation

Der Schüler visualisiert sich als das Samaya - Wesen (Skt. samayasattva) und visualisiert die Weisheitsgottheit (Skt. jñānasattva), die als Freund betrachtet wird, vor sich selbst. Er praktiziert dann konzeptuelle Meditationen über die Silbe, die Mudra und die Form der Gottheit.

Die nichtkonzeptuelle Meditation über absolutes Bodhichitta mit den Mitteln des

  • Eintretens (die Erkenntnis, dass alle Phänomene jenseits des entstehenden sind)
  • Zurückbleibens (Verbleiben, wenn sich die nichtkonzeptuelle Natur einmal manifestiert hat)
  • Aufgehens (Entwicklung intensiven Mitgefühls für alle Wesen, die dies nicht erkennen)

Zuletzt erreicht der Meditierende die Ebene eines Vajradhara der 4 Buddhafamilien, d.h. der drei Familien des Kriya Tantra und der Ratna - Familie.

Literatur

Weblinks