Buddhistische Literatur

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In den ersten Jahrhunderten wurden Buddhas Lehrreden auswendig gelernt. Durch das vierte Konzil erfolgte eine erste Niederlegung des Kanon.

Die weitere buddhistische Literatur und die buddhistische Philosophie des Mahayana entstanden erst Jahrhunderte nach Buddha, begleitet von immer wieder auftauchenden Streitigkeiten über die Authentizität und die Vereinbarkeit der Schriften.

  1. Das Vinayapitaka(Korb der Disziplin), der erste Teil des Tipitaka
  2. Die Lehrreden bzw. der Suttapitaka, der zweite Teil des Tipitaka
  3. Der Pali - Kanon bzw. der Tipitaka- Dreikorb
  4. Das Visuddhi-Magga
  5. Das Abhidharma
tibetischer Kanjur und Tenjur
  • Zum Mahayana-Buddhismus(Großes Fahrzeug bzw. Großer Weg) gehören
  1. Die Mahayana-Sutras entstanden ab dem 1. Jahrhundert v. Chr.
  2. Schriften und Gemälde wie das Diamant-Sutra aus den Höhlenfunden von Dunhuang
  • In China entstand der chinesische Kanon(San zang).

Die buddhistische Mahāvyutpatti (von Sanskrit mahā „groß“, vyutpatti „Ableitung, Etymologie“) entstand um 810 in dem Bestreben, eine standardisierte tibetische Terminologie für Sanskrit - Begriffe zu schaffen.
Im Laufe der Zeit entstanden weitere Ausgaben mit Übersetzungen ins Chinesische, Mongolische und Mandschurische.

Sammlungen

Verbreitete tantrische Schriftensammlungen sind das Nyingma Gyübum, der 'Ozean der Methoden des Erreichens', das Drup Thab KUuntu(14 Bände) und das Gyu De Kun Tus(30 Bände).

Wegen der großen Verschiedenheit der Einweihungen wurden weitere Sammlungen wie das Sadhanamala zusammengestellt.

Der verwirklichte indische Meister Mitra Yogi stellte einen Text mit 100 Einweihungen zusammen, der als "Die 100 von Mitra" (Mitra brGya rtsa) bekannt wurde, und von Rinjung Zhiwa ins Tibetische übersetzt wurde und so als "Die hundert Rinjung" (Rin byung brGya rtsa[1]) bekannt wurde.

Eine weitere indische Zusammenstellung wurde von Abhayakara (Mijikpay Jungne,Mi 'jigs pa'i 'byung gnas) gemacht, die als "Ozean der Sadhanas," (sGrub thabs rGya mtsho) bekannt wurde.

Weitere in Tibet erstellte Kompendia sind

  1. Jamgön Kongtrul Lodro Thaye's "Wertvoller Schatz von Termas"(Rinchen Tendzö),
  2. die 10bändige Enzyklopädie Schatz des Wissens (Tib. ཤེས་བྱ་ཀུན་ཁྱབ་མཛོད་, 'Sheja Kun La Khyabpé Dzö', Wyl. 'shes bya kun khyab mdzod' oder 'Sheja Künkhyab Dzö' oder einfach Sheja Dzö) von Jamgon Kongtrul Lodro Taye und
  3. Taranathas sgrub thabs rin 'byung brgya rtsa(Hundert Sadhanas, Quelle von Jewelen).
  4. Taranathas Nartang Gyatsa ist eine Sammlung von Einweihungen und Gottheiten-Yoga-Paraktiken.
  5. Das Kriyasamgraha ist eine Sammlung von Ritualen.

Literatur

  • Tarthang Tulku: The Nyingma edition of the sDe-dge bKa'-'gyur/bsTan-'gyur. Dharma Publ., Oakland 1980
  • s.o. Teil 17 : Tibetischsprachige Urkunden aus Südwesttibet (Spo-Rong, Ding-Ri und Shel-Dkar). Staatsbibliothek zu Berlin – Preussischer Kulturbesitz. Band 2: Verpflichtungserklärungen, Vergleichsurkunden, Schlichtungs- und Teilungsurkunden, ISBN 978-3-515-07350-9
  • The Blue Annals, Band 1, ʼGos Lo-tsā-ba Gzhon-nu-dpal, George N. Roerich, Motilal Banarsidass 1988
  • Mitrayogin's 108 Mandalas: An Image Database, Kimiaki Tanaka, Vajra Publications, 2013, Language: English, ISBN-10: 9937506921 ISBN-13: 978-9937506922

Referenzen

Weblinks