Bhavanga

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Bhavanga (Pali : Grund des Werdens ; Faktor(anga) der Existenz(bhava); die unerläßliche Bedingung der Existenz ), auch Bhavanga-Sota und Bhavanga-Citta, ist der fundamentale Aspekt des Geistes im Theravada, der allerdings nicht in den Nikayas erwähnt wird sondern erst im Patthana - Teil des Abhidhamma - Pitaka.

Bhavanga ist auch ein mentaler Prozess, der den nächsten mentalen Prozess im Moment des Todes und der Wiedergeburt konditioniert.

Es handelt sich um eine Theravada-Lehre, die sich von den Geistestheorien der Sarvastivadin und Sautrantikas unterscheidet. Es soll dieser leuchtende Geist sein, der auch zur Suche nach dem Nirvana motiviert.

Im Abhidhamma der Theravadins entstehen sowohl Konzeptionierung als auch geistiges Bewusstsein in der Regel durch andere geistige Zustände. Sie haben dabei eine Art rūpa (Materie, Form) als Basis und unterstützende Bedingung.

Theorie

Bhavanga ist die passive Funktion des Bewusstseins, durch die die Kontinuität des Individuums während der Dauer des Daseins bewahrt wird.

Nachdem das paṭisandhi-citta(wiedergeburtverbindendes Bewusstsein) entstanden und wieder vergangen ist, wird es vom bhavanga-citta abgelöst, das ein Bewusstsein derselben Art aber mit anderer Funktion ist, indem es die Kontinuität der individuellen Existenz bewahrt.
Es wird als besonders wichtig im unbewussten traumlosen Schlaf angesehen, es tritt aber auch während Pausen der aktiven Wahrnehmung auf.

Ein drittes Bhavanga (bhavaṅga upaccheda) unterbricht den Fluss.

Ein Bhavanga Santana erhält im Yogacara die Kontinuität der Unterbewusstseins.

Literatur

Siehe auch

Weblinks