Bhavana

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  • >> Zur Bhavana Upanishad - dort bedeutet Bhavana als Sanskrit-Wort 'Zweifel, vergebliche Gedanken, falsches Denken'.

Buddhismus

Bahavana als Geistesentfaltung' (eig. 'Ins Dasein rufen, Erzeugen' usw.), ist etwas, das vielfach ungenauer Weise als 'Meditation' bezeichnet wird. Man unterscheidet zweierlei Geistesentfaltung:

  1. 'Entfaltung der Gemütsruhe' (Samatha), d.i. Entfaltung der Sammlung (samādhi-bhāvanā) - ein durch intensive geistige Konzentration gewonnener unerschütterlicher friedvoller und lauterer Zustand des Geistes
  2. 'Entfaltung des Hellblicks' (vipassanā-bhāvanā) ist identisch mit Entfaltung des Wissens (paññā-bhāvanā). Das Visuddhi Magga XX.5 beschreibt 18 Arten des hohen Hellblicks[1]

Gemütsruhe und Hellblick (siehe samatha-vipassanā) sind sowohl in den Suttas als auch Abhidhamma-Texten häufig vorkommende Begriffe.

Im Pali Kanon wird der Begriff Bhāvanā häufig in einer zusammengesetzten Phrase gefunden, die persönliche, absichtliche Anstrengung bezüglich der Entwicklung dieser bestimmten Fähigkeit anzeigt.

  1. citta - bhāvanā - Entwicklung des Geistes bzw. des Bewusstseins
  2. kāya - bhāvanā - Entwicklung des Körpers
  3. mettā - bhāvanā - Entwicklung des Mitgefühls bzw. des Wohlwollens
  4. paññā - bhāvanā - Entwicklung der Weisheit bzw. des Verstehens
  5. samādhi - bhāvanā - Entwicklung der Konzentration

Darüber hinaus wird im Kanon die Entwicklung (bhāvanā) von Samatha-Vipassana gelobt.
Demzufolge verwendeten die Theravada - Lehrer die Begriffe

  1. samatha-bhāvanā, - Entwicklung der Ruhe
  2. vipassanā-bhāvanā - Entwicklung von Einblick

Literatur

Referenzen

Weblinks