Bhṛkuṭītārā

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Vierarmige Bhrikuti

14. Bhrikuti bzw. Calad-bhṛkuṭī-Tārā(Khro gnyer gyo ba’i Sgrol ma), die gelbe Befreierin oder Göttin des Stirnrunzelns (tibetisch: Tonyer Tschenma; Sanskrit: Vasudhārā) wird in Tibet als zornvoller Aspekt der grünen Tara angesehen und mit dem Jähzorn verbunden (bzw. mit dessen Beseitigung). Sie wird zu den 21 Taras gezählt.

Darstellung

Die Bhrikuti - Tara wird zumeist mit gelber Körperfarbe, einköpfig oder mehrköpfig und mit bis zu acht Armen dargestellt. Die rechten Arme halten einen Lotus und einen Rosenzweig. Die linken Arme halten einen Dreizack und eine Vase. Auf ihrer Stirn hat sie das senkrechte Weisheitsauge. Ihre Hauptattribute sind Kalasha, Dreizack und Mala.

Sechsarmige blaue Bhrkuti Tara

Ikonografisch wird die blaue Form der Bhrikuti-Tara auf einem orangefarbenen Lotus und einer Sonne und einer menschlichen Leiche stehend dargestellt. Sie ist sechsarmig mit drei Gesichtern in schwarz(blau), weiss und rot. Diese runzeln die Stirn und verschlingen menschliche Gedärme in den Mündern. Ihre rechten Hände halten ein Schwert, einen Haken und eine Vase. Die linken Hände halten einen Schädel, eine Schlinge und Brahmas Köpfe. Sie trägt eine Krone und eine Halskette aus menschlichen Köpfen und ist mit Tiger-Haut und Schlangen geschmückt. Draußen in den acht Richtungen wachsen Triebe von Juwelen.

Darstellungsformen sind

  1. Als Khadivarani - Tara wird sie sitzend dargestellt. Ihre Hände halten den Stengel eines blauen Lotus
  2. Vajra - Tara mit vier Köpfen und acht Armen. Sie hält Vajra, Pfeil, Muschelhorn, Lotus, Bogen, Elefantenhaut und Mala
  3. Janguli - Tara mit drei Köpfen und sechs Armen. In den Händen hält sie tantrische Symbole und Schlangen.

Sadhana

Das Bhrikuti - Mantra ist OM tare tuttare ture pushtim kuru OM (Oṃ tāre tuttāre ture vajra mahā pāda bhasmiṃ kuru svāhā).

Die ihr entsprechende Buddhaform ist Amogasiddhi.

Lobpreisung

Verehrung ihr, die mit der Handfläche auf die Erde schlägt

und mit dem Fuss auf die Erde tritt.

Sie runzelt die Stirn, während sie mit der Silbe HUNG

die sieben Welten des Samsara zerschmettert.

Literatur

  • Mallar Ghosh: Development of Buddhist Iconography in Eastern India. A study of Tara, Prajnas of five Tathagatas and Bhrikuti. New Delhi: India Munshiram Manoharlal Publishers Pvt. Ltd., 1980, 218 Seiten mit 54 Illustrationen, ISBN 81-215-0208-X

Weblinks