Ashvins

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Ashwini Kumaras

Die Ashvins (Sanskrit aśvin m.; zu aśva „Pferd“ oder Nasatyas - nāsatyau : Nichtunwahre) oder Ashwini Kumaras sind in der vedischen Mythologie zwei göttliche jugendhafte Zwillinge und göttliche Reiter, die als 'Glanz von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang' gelten. Ihre Namen sind Dasra('erleuchtetes Geben') und Nasatya(~nett, hilfreich).
In der Religionsforschung werden sie als indogermanisches Erbe betrachtet und mit den griechischen Dioskuren Kastor und Polydeukes (Pollux) und den baltischen Dieva dēli verglichen.

Herkunft

Die Ahsvins gelten als Zwillingssöhne von Dyaus pita oder auch von Saranyu, der Tochter von Tvashtri, einer Göttin der Wolken und Frau von Surya in seiner Form als Vivasvant.
Im Mahabharata werden sie als Söhne des Aditya Martanda bezeichnet. Die Pandavas Nakula und Sahadeva, werden als mythische Söhne der beiden Ashvins betrachtet.

Im Rigveda werden den Ashvins nach Indra, Agni und Soma die meisten Hymnen gewidmet. Die beiden Zwillinge werden als schöne Jünglinge mit einem goldenen Schimmer beschrieben, als stark und schnell wie ein Adler oder Gedanke, als wohlwollend und Helfer von in Not geratenen Menschen und im Besitz von Heilkräften. Dem greisen Maharishi Chyavana gaben sie sogar seine Jugendlichkeit zurück.

Rigveda 4.45  : Voller Honig, oh Ashwins, ist die Haut, die ihr tragt. Voll vom Honig sind die Schwäne(haṃsāsaḥ), die euch tragen, gold-geflügelt(hiraṇyaparṇāḥ), aufwachend mit der Morgendämmerung, und sie kommen, um nicht zu verletzen. Sie regnen das Wasser, sie sind voll Entzücken und berühren das, was die Entrückung hält. Wie Bienen zu fließendem Honig kommt ihr zu den Soma-Opfern.

Die Ashvinis bevorzugen als Getränk Madhu oder Soma. Ihr von den Ribhus angefertigter dreirädriger Wagen (Ratha) wird von geflügelten Pferden oder von Vögeln gezogen. Er ist honigfarben und honigbeladen. Mit ihrer Peitsche schleudern die Ashvinis Honig herum.

Sri Aurobindo kommentierte die Ashvins u.a. : 'Durch die Handlung der Ashwins wird der Fortschritt des Menschen zur Seligkeit selbst glückselig; all sein Mühsal, sein Kampf und seine Arbeit wachsen voll göttlicher Freude.....In dieser Bewegung durchqueren sie in einem Augenblick alle Welten des niederen Bewußtseins, bedecken sie mit ihren rasenden Freuden und gelangen so zu jenem universellen Genuss im Menschen, der voll ist mit seinem Angebot an Soma-Wein, durch den sie ihn hineinführen können, mächtig eintretend, durch alle Gegner und zum großen Ziel.[1].

Literatur

  • Gabriele Zeller: Die vedischen Zwillingsgötter. Untersuchungen zur Genese ihres Kultes. Wiesbaden : Harrassowitz 1990 (Freiburger Beiträge zur Indologie. Bd.24) - Ursprgl. phil. Diss. 1987, ISBN 3447030666 3-447-03066-6.
  • Hans Wilhelm Haussig (Hrsg.): Götter und Mythen des indischen Subkontinents (= Wörterbuch der Mythologie. Abteilung 1: Die alten Kulturvölker. Band 5). Klett-Cotta, Stuttgart 1984, ISBN 3-12-909850-X, S. 43 f.
  • Aswin, Aswinau, Aswini Kumaras. In: John Dowson: A classical dictionary of Hindu mythology and religion, geography, history, and literature. London 1879, S. 29–31
  • Vedic Symbolism, Sri Aurobindo, S. 13

Referenzen

Weblinks