Ariadne

Aus Spiritwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bacchus und Ariadne

Ariadne (griechisch Ἀριάδνη ‚die Heiligste,die Wohlgefallene ; lateinisch u. a. Ariadna, italienisch Arianna) war in der griechischen Mythologie die Tochter des kretischen Königs Minos und seiner Gattin Pasiphaë, einer Tochter des Sonnengottes Helios.

Nach Apollodorus (Bibliotheke 3,1,2,4) hatte Ariadne die Geschwister Glaukos, Phaidra, Akakallis, Androgeos, Deukalion und Katreus.
Ihr Halbbruder mütterlicherseits war das blutdürstige Mischwesen Minotauros (ein stierköpfiger Mann), das einer Beziehung der Pasiphaë mit einem Stier entsprang und auf Kreta in einem vom Erfinder und Architekten Dädalus erbauten Labyrinth gefangen gehalten wurde.

Sie half Theseus den Minotauros zu besiegen. Später wurde sie zur Braut des Weingottes Dionysos(röm. Bacchus).

Auf Kreta, Naxos, Delos, Zypern und in Athen wurde Ariadne auch als Fruchtbarkeitsgöttin verehrt.

Faden der Ariadne

Die athenische Version der Minotauros-Sage überliefert, dass Minos Athen unterwarf, nachdem sein Sohn Androgeos dort ermordet worden war. Die Athener wurden dazu verpflichtet, alle neun Jahre sieben Jungfrauen und sieben Jünglinge als Menschenopfer für den Minotauros nach Kreta zu schicken.
Als zum dritten Mal der schreckliche Tribut fällig war, schleuste sich der athenische Königssohn Theseus in die Gruppe der Verdammten ein. Auf Kreta angekommen, verliebte sich Ariadne auf den ersten Blick in Theseus und erklärte sich gegen sein Eheversprechen bereit, ihm zu helfen, den Minotauros zu besiegen. Als Theseus das Labyrinth, in dem Minotauros hauste, betrat, übergab sie ihm auf Dädalus’ Anraten ein Wollfadenknäuel, dessen Ende er am Eingang des Labyrinths befestigte.
Theseus tötete das Ungeheuer und fand dank des Ariadnefadens unversehrt aus dem Labyrinth heraus(Diodor, Bibliothek 4,61; Plutarch, Theseus 19; Hyginus, Fabulae 42; Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie. S. 305–308).

Darauf flüchtete Theseus in Begleitung Ariadnes in Richtung Athen. Ariadne wird bei einem Zwischenhalt auf der Insel Naxos zurückgelassen. Hesiod und die meisten anderen Erzähler berichten, dass sie am Strand von Naxos von Dionysos völlig verlassen und schlafend aufgefunden wurde. Nach Hesiod(Theogonie 947–949) verliebte Dionysos sich in sie und erkor sie zu seiner Braut.
Mit Dionysus hatte sie die Kinder Oenopion, Staphylus, Thoas, Peparethus, Phanus, Eurymedon, Enyeus, Ceramus, Maron, Euanthes, Latramys und Tauropolis.
Nach Ovid's Metamorphosen schleuderte Dionysos ihr Diadem hoch in den Himmel, wo es zum Sternbild der Nördlichen Krone wurde.

Literatur

Weblinks