Arhat

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Arhat Rahula

Ein Arhat (Skt. arhati, Pali: arahati, arahant; pinyin: Shíbā Luóhàn/Shíbā āLuóhàn; W-G: Lóhàn ; chin. Luóhàn : 'Der Würdige') ist ein Anhänger Buddhas der nirvana(Pali: Nibbana) erlangt hat.

  • Die Sarvāstivāda-, Kāśyapīya-, Mahāsāṃghika-, Ekavyāvahārika-, Lokottaravāda-, Bahuśrutīya-, Prajñaptivāda- und Caitika-Schulen sahen Arhats als im Vergleich zu den Buddhas noch unvollkommen an.

Stufen

Der Aspirant muss drei Vorstufen durchlaufen, bevor er in einem Himmel als Arhat wiedergeboren wird. Das Theravada unterscheidet drei Arten von Bodhi :

  1. Savaka-Bodhi (Arahat, Arhat) als Schüler eines spirituellen Lehrers
  2. Pacceka-Bodhi (Pratyeka-Buddha - Einzelerwachter) - ohne Unterweisung durch einen Lehrer.
  3. Samma-Sambodhi (Samma-Sambuddha - Vollkommen Erwachter) ist die höchste Form des Bodhi durch eigene Kraft
  • Die 4 Stufen zur Erleuchtung sind im Theravada
  1. Sotapanna  : Strom - Einkehrer. Dieser hat die ersten drei Fesseln (saŋyojana) abgeworfen, die an die Wiedergeburt binden, nämlich die Selbstsicht (sakkāya-ditthi), das Festhalten an Riten und Ritualen (sīlabbata-parāmāsa) und die skeptische Unentschlossenheit (Vicikitsa).
  2. Sakadagami : Einmal - Wiederkehrer ( Die geschwächten Fesseln sind 1. Sakkāya-diṭṭhi - Glaube an sich selbst ; 2. Sīlabbata-parāmāsa (Pali) - Bindung an Riten und Rituale; 3. Vicikicchā - Skeptischer Zweifel; 4. Kāma-rāga - Sinnliches Verlangen; 5. Byāpāda - Wille )
  3. Anagami : Nicht - Wiederkehrer (hat die 5 Fesseln[1] überwunden) . Er ist noch nicht frei von Rūpa-rāga: Verlangen nach feiner materieller Existenz (die ersten 4 Jhanas); Arūpa-rāga: Verlangen nach immaterieller Existenz (die letzten 4 Jhanas), Māna: Einbildung; Uddhacca: Unruhe; Avijjā: Unwissenheit
  4. Arahat : Er hat die 10 Fesseln ( Persönlichkeitsglaube, Zweifel, Hängen an Regeln und Riten, Begehren der Sinne, Übelwollen, Begehren nach feinkörperlicher Existenz oder unkörperlicher Existenz, Dünkel, Aufgeregtheit und Unwissenheit [2]) überwunden (Nirvana)

Es gab unter den Mönchen schon bald Streitigkeiten über die verschiedenen Auspägungen eines Arhats.

Tibetischer Arhat
  • Der Mahayana - Buddhismus kritisiert dieses Ziel als selbstsüchtig und sieht den Bodhisattva als höheres Ziel an, da er zum Wohle aller Wesen im Kreislauf der Wiedergeburten verbleibt.[3] bzw. sich wieder zum Wohle aller Wesen inkarniert.
    Im Mahayana stellt der Tathagata den Buddha in seinen drei Aspekten (Trikaya) dar.
  • Die Arhatschaft ist aber keine geistige Entwicklungsstufe unmittelbar vor dem Eintreten in die sogenannten zehn Bodhisattva-Stufen, sondern sie entspricht bezüglich der Entwicklungshöhe der zehnten Stufe. Der Bodhisattava Samantabhadra geht eigentlich noch mindestens eine Stufe darüber hinaus(Parinirvana).

Es besteht allerdings das allgemeine Problem der persönlichen Ausprägung der Erleuchteten, da die Erleuchtung betreffend nur der Entwicklungsprozess wesentlich ist, und auch ein sog. tantrischer schwarzer Meister oder Rudra-Meister ist erleuchtet und kann Siddhis haben(und missbrauchen).

Anagami

Anāgāmī('Nicht-Wiederkehrer') ist ein edler Schüler (Ariya-puggala) auf der 3. Stufe der Heiligkeit.[4]

Es gibt 5 Klassen solcher Nicht-Rückkehrern, wie es heißt (z.B. Mops 42-46): "Ein Wesen, durch das Verschwinden der 5 niederen Fetters (Samyojana), erscheint in einer höheren Welt (unter den Devas der reichen Siedlungen, Suddhāvāsa), und ohne von dieser Welt (in die sinnliche Sphäre) zurückzukehren, erreicht er dort Nibbāna.

  • "Er kann, unmittelbar nachdem er dort erschienen ist (in den reinen Wohnsitzen) oder ohne über die Hälfte der Lebenszeit hinausgegangen zu sein, den heiligen Pfad für die Überwindung der höheren Fesseln erreichen. Solch ein Wesen wird 'jemand genannt, der Nibbāna innerhalb der ersten Hälfte des Lebens '(antarā-parinibbāyī).
  • "Oder wenn er über die Hälfte der Lebenszeit oder im Augenblick des Todes lebt, erreicht er den heiligen Pfad für die Überwindung der höheren Fesseln. Ein solches Wesen wird 'jemand genannt, der Nibbana erreicht, nachdem er die Hälfte des Lebens überschritten hat- Zeit '(Upahacca-Parinibbāyī).
  • "Oder mit Anstrengung erlangt er den heiligen Weg zur Überwindung der höheren Fesseln. Solch ein Wesen wird 'derjenige genannt, der Nibbana mit Anstrengung erreicht' (sasankhāra-parinibbāyī).
  • "Oder, ohne Anstrengung erlangt er den heiligen Pfad für die Überwindung der höheren Fesseln. Solch ein Wesen wird 'jemand genannt, der Nibbana ohne Anstrengung erreicht' (asankhāra-parinibbāyī).
  • "Oder, nachdem er aus dem Himmel der Aviha-Götter (s. Suddhāvāsa) verschwindet, erscheint er im Himmel der unruhigen (Atappa) Götter. Nachdem er von dort verschwunden ist, erscheint er im Himmel des deutlich sichtbaren ( sudassa) Götter, von dort im Himmel der klarsichtigen (sudassī) Götter, von dort im Himmel der höchsten (Akanittha) Götter, dort erreicht er den heiligen Weg zur Überwindung der höheren Fesseln, genannt 'jemand, der stromaufwärts zu den höchsten Göttern geht' (uddhamsota-Akanittha-gāmī). "


Das noch höhere Eingehen der Stufe 20 des universellen Pfades war im anfänglichen Buddhismus wohl nicht bekannt, obwohl der esoterisch betrachtete Lebenslauf des Buddha solches hergibt.

Luohan

Literatur

  • DER STROMEINTRITT - Voraussetzungen - Vollzug - Vollendung, Hellmuth Hecker, ISBN 978-3-931095-23-9
  • Arahattamagga - the way to arhatship

Referenzen

Weblinks