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Argonauten

Aus Spiritwiki

Die Argonautensage handelt von der Fahrt des Iason und seiner Begleiter nach Kolchis im Kaukasus, auf der Suche nach dem Goldenen Vlies und dessen Raub.

Pelias, der Bruder von Jasons Vater, hatte die Herrschaft an sich gerissen. Ein Orakel hatte Pelias vor dem gewarnt, der nur mit einem Schuh vor ihn treten würde. Genauso erschien aber Iason vor ihm. Pelias überredete daher Iason, als dieser als rechtmäßiger Nachfolger seines Vater vor diesem erschien, als Heldentat das Goldene Vlies aus Kolchis zu holen, das Fell des von Nephele gesandten goldenen Widders. So wußte er ihn weit von sich und auf gefährlichen Pfaden.

Die Reisegefährten werden nach ihrem sagenhaft schnellen Schiff, der Argo, die Argonauten genannt. In den orphischen Argonautica Orphica gilt die Argo sogar als das erste gebaute Schiff.

In Kolchis gab König Aites Iasnon in der Hoffnung auf ein Scheitern die Aufgabe, mit seinen ungeheuren Stieren zu pflügen und mit Kriegern zu kämpfen, die aus in die Furchen gesäten Drachenzähnen hervorwuchsen. Iason bestand die Aufgabe mit Unterstützung von Medea, einer Tochter von Aites, die sich in ihn verliebt hatte. Sie half Iason auch beim Raub des Goldenen Vlieses und floh mit ihm.

Bereits Homer nimmt Bezug auf den Argonautenmythos: In der Odyssee erzählt Kirke dem Odysseus, dass die Argo mit Heras Hilfe erfolgreich durch die Plankten, zwei im Meer treibende überhängende in Flammen gehüllte Irrfelsen, gegen die eine starke Strömung brandet – gesegelt sei. Die Felsen galten als gefährliche Hindernisse, deren Schiffspassage eigentlich unmöglich war, denn nicht einmal den Tauben des Zeus gelang es, unbeschadet zwischen ihnen zu fliegen.

Der Mythos war bereits bei Abfassung der Odyssee weit verbreitet. Die älteste in sich geschlossene Darstellung des Stoffes sind die vier Bücher der Argonautika des Apollonios von Rhodos aus dem 3. Jahrhundert v. Chr.

Als Teilnehmer an dem Zug nach Kolchis kann Iason viele der größten Helden seiner Zeit gewinnen.
Voneinander abweichende Teilnehmerlisten mit bis zu sechzig variierenden Namen sind in den Pythischen Oden von Pindar, in den Argonautika von Apollonios von Rhodos, in den Argonautica des Valerius Flaccus, in der Bibliotheke des Apollodorus, in den Fabulae des Hyginus und in den Orphische Argonautika enthalten. Gemeinsam sind nur 28 Namen.

Quellen

  • Argonautica von Apollonius Rhodius.
  • Apollonius of Rhodes, Apollonius Rhodius: The Argonautica, translated by Robert Cooper Seaton, W. Heinemann, 1912
  • Euripides, Medea
  • Bibliotheke des Apollodorus 1, 9, 16–28
  • Ovid: Metamorphosen 6, 719–7, 397, Medea (verloren)
  • Seneca: Medea
  • Orphische Argonautika
  • Gaius Valerius Flaccus : Argonautika (Gedicht)
  • Valerius Flaccus, Argonautica. Translated by Mozley, J H. Loeb Classical Library Volume 286. Cambridge, MA, Harvard University Press; London, William Heinemann Ltd. 1928.

Weblinks