Adler

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Tarotkarte 22 : Die Welt : Die Parashakti - u.a. mit Adler

Der Adler ist neben seiner Funktion als Wappentier auch ein Symboltier der Esoterik.

Hinduismus

Im Hinduismus ist der Adler Garuda ein Begleittier von Vishnu.

Das kleine Lied 4.27 des Rigveda preist den Adler, der den Soma aus der Einsperrung befreit und auf die Erde bringt.

Bei den Mongolen ist der Garuda als der Adler Garide bekannt.

Der gefesselte Prometheus mit dem Adler; links sein Bruder Atlas (Trinkschale aus Cerveteri, um 560/550 v. Chr., Vatikanische Museen, Rom)

Griechenland

Zeus wurde mit Adler, Blitzbündel und Zepter dargestellt.

Typhon zeugte einen riesigen Adler namens Ethon oder Aithon (griech.Aíthōn : der Glänzende, der Funkelnde, der Brennende, latein. Aethon). Hyginus überlieferte den Namen in seinen Fabulae. In 'De astronomia' berichtet Hyginus von einer Überlieferung, nach der die Monster Typhon und Echidna die Eltern des Adlers seien. Nach einer anderen Sage hatte laut Hyginus der Gott Hephaistos (röm. Vulcanus) den Körper des Adlers geschaffen und Jupiter (Zeus) ihn beseelt.

Der Adler soll Zeus während der Titanomachie sogar einen Siegespfeil gebracht haben.

Der Titan Prometheus stahl nach der Sage den Göttern das Feuer und brachte es den Menschen. Er wurde deswegen auf Befehl von Zeus gefesselt und in der Einöde des Kaukasus festgeschmiedet, wo ihn der Adler regelmäßig aufsuchte und von seiner Leber fraß, die sich danach aber stets erneuerte. Mach langer Zeit erlöste der Held Herakles ihn von dieser Qual, indem er den Adler mit einem Pfeil erlegte.

sumerischer Imdugud auf zwei Hirschen

Sumerer

Der Vogel Anzu(mächtige/starke Wolke; sum. Imdugud) bzw. Imdugud wird auch als Löwenadler mit ausgebreiteten Schwingen dargestellt, der auf zwei Hirschen oder Löwen steht. Anzu (sum. ananx(IM)-du-gud; anzu) wird ikonografisch zunächst ähnlich dem Löwenadler der Akkad- und neusumerischen Zeit dargestellt. Ninurta wird ebenfalls manchmal mit Adlerkopf dargestellt(860 BC, Temple von Ninurta, Nimrud).

sumerischer Imdugud/Anzu

Der im Gilgamesch-Epos feuerspeiend auftretende Chumbaba ist jedoch eher mit dem Löwendrachen gleichzusetzen.

Christentum

Der Adler gehört wie auf der Tarotkarte 22 zu den vier Wesen am Thron Gottes(Johannes-Offenbarung-Kap.4-Kap.7-Kap.9).

Relief in Persepolis

Bibel

Israel am Sinai : 19.4 Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.

Der Adler ist auch Sinnbild für die Erneuerung der jugendlichen Kraft durch Gott (Ps 103,5 : Er macht mein Leben reich und erneuert täglich meine Kraft, dass ich wieder jung wie ein Adler werde -- und Jes 40,31 : 31 Die aber auf den HERRN hoffen, empfangen neue Kraft, wie Adlern wachsen ihnen Flügel. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.

Rosenkreuzer

Im Einfältig ABC-Büchlein beinhaltet die Lehrtafel 3 (je nach Ausgabe) zwei Doppeladler. Es spricht zum Schluss vom Aquila Philosophorum als Mercurius primaterialis catholicus.

Alchmie

Der Aquila Philosophum(Adler der Philosophen) ist der Merkur der Metalle(nicht das Quecksilber).

Weitere Adlervarianten sind Aquila Glutens, Aquila alba, Aquila coelestis, Aquila jovis, Aquila mitigata, Aquila nigra, Aquila ruber, Aquila saturni, Aquila terrestris und Aquila volans[1].
Eine gefügelte Sonne findet man auch im Rosarium Philosophorum.

Ägypter

Der Adler (Achom) zählte im alten Ägypten nicht zu den heiligen Tieren. Zwar wurden auch Adlermumien gefunden, aber immer im Zusammenhang mit heiligen Falken und Geiern. Der Falke Horus wird auch hinter dem Kopf des Pharao dargestellt.

Die Agypter hatten die geflügelte Sonne als Symbol. Selbst Isis wird mit ausgebreiteten Geierschwingen abgebildet, mit denen sie den Pharao schützt, der Osiris Opfergaben bringt. Der Pharao wird auch als liegende Sphinx mit einem Salbgefäß in den Vordertatzen vor einer Gottheit dargestellt, während Behdeti als geflügelte Sonnenscheibe über ihm schwebt.

Nordische Mythologie

In der nordischen Mythologie lebt ein allwisssender Adler in der Krone des Weltenbaums Yggdrasil.

Referenzen

Literatur

  • A Lexicon of Alchemy, Martin Rulandus - A. E. Waite, Verlag: Jazzybee Verlag 2014, ASIN: B00KKP3BQA
  • Lexikon alchemistisch-pharmazeutischer Symbole; Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Braunschweig. Verlag Chemie, Weinheim/Bergstr. 1962.
  • Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen Archäologie: Meek - Mythologie, Erich Ebeling, Bruno Meissner, Peter Calmeyer, Ernst Friedrich Weidner, Dietz Otto Edzard, W. de Gruyter, 1997

Weblinks