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Priamos

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Priamos wird von Neoptolemus getötet

Priamos (griech. Πρίαμος, latein. Priamus : 'Kaufen') ist der Sohn des Laomedon und der Strymo (Plakia, Tochter des Otreus).

Seinen Name soll sich von πρίασθαι ('priasthai‚ kaufen‘) herleiten, weil seine Schwester Hesione ihn freikaufte, als die Stadt von Herakles erstürmt worden war. Davor soll er Podarkes (Ποδάρκης, ‚der Schnellfüßige‘) genannt worden sein

Priamos war in der Ilias der sechste und letzte König von Troja (Ilios) während des trojanischen Krieges. Neben Homers Ilias tritt er auch in der Aeneis Vergils auf.
Als seine Halb-Brüder gelten Tithonos, Lampo, Klytios, Hiketaon, als Halb-Schwestern Hesione, Killa und Astyoche.


Priamos erste Frau soll Arisbe, eine Tochter des Merops gewesen sein, mit welcher er Aisakos zeugte. Dann heiratete er Hekabe (Hecuba; Tochter des phrygischen Königs Dymas) und zeugte mit ihr insgesamt 19 Kinder, darunter Hektor, Krëusa, Helenos, Antiphos, Polites, Laodike, Paris, Kassandra, Polydoros, Polyxena, Troilos, Agathon, Deiphobos. Seine insgesamt über 50 Kinder sollen fast alle im Krieg um Troja gefallen sein.
Als Töchter von weiteren nicht bekannten Frauen gelten Medusa, Medesicaste, Lysimache, und Aristodeme.

Homer berichtete auch, dass Priamos als junger Mann Phryger, die sich am Sangarios niedergelassen hatten, im Kampf unterstützte, als diese von Amazonen angegriffen wurden.(Homer, Ilias 3, 184-190)

Priamos nahm am Kampf um Troja seines Alters wegen nicht teil. In der Ilias tritt er als Greis durch seinen nächtlichen Gang ins griechische Schiffslager hervor, wo er von Achilleus den geschändeten Leichnam seines Sohnes Hektor erbittet und schließlich auch erhält.

Priamos soll bei der Eroberung Trojas von Neoptolemos (bei Vergil: Pyrrhus), dem Sohn des Achilles, am Altar des Zeus vor seinen Angehörigen niedergemacht worden sein. Nach Homer hatte Priamois sich nach Erstürmung der Stadt Troja habe sich Priamos bewaffnet und wollte sich so in die feindliche Menge stürzen. Hekabe flehte ihn an zu fliehen, weshalb er sich mit ihr und seinen Töchtern an den Altar des Zeus Herkeios flüchte. Hier sah er, wie sein Sohn Polites durch Pyrrhus getötet wurde. Er sendete sein Geschoß gegen diesen, fand aber hierbei seinen Tod durch denselben.[2]

Literatur

Weblinks