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Diamant-Sutra

Aus Spiritwiki

Das buddhistische Diamant-Sutra (Sanskrit: Vajracchedikā-prajñāpāramitā-sūtra, Vajra Prajna Paramita Sutra, Vajracchedikā Sutra, Triśatikā Prajñāpāramitā Sūtra; chin. jīngāng bōrěbōluómìduō jīng, Chin-kang-ching ; jap. Kongō hannya haramitsu kyō, kurz: jīngāng jīng, jap. Kongō-kyō, T0235) zählt zu den wichtigsten Sutras des Mahayana. Der vollständige Titel des Sutra lautet „Vajracchedika Prajnaparamita“ und bedeutet etwa 'Vollkommene diamantgleich schneidende Weisheit', d.h. der Sunyata.

Diamant Sutra Dunhuang

Der Text entstand wahrscheinlich im ersten Jahrhundert n.Chr.. Die erste Druckversion wurde in Tibet als Holztafeldruck hergestellt mit Datum vom 11. Mai 868.

Der im Jahre 1900 daoistischen Mönch Wang Yuanlu in Nordwest-China in den Mogao-Grotten bei Dunhuang in der damals versiegelten Höhle 17 entdeckten und 1907 an den Archäologen Aurel Stein verkauften Version liegt die erste Übersetzung des Kumārajīva zugrunde.
Das in chinesischer Schrift verfasste Sutra bestand aus Streifen, die eine ca. 5 Meter lange Rolle bildeten.
Nach der Kumārajīva - Version wurde das Sūtra 509 von Bodhiruci aus dem Sanskrit in die chinesische Sprache übersetzt, 558 von Paramārtha und zweimal von Dharmagupta (590 und 605~616), zweilaml von Xuanzang (648 und 660~663) und 703 von Yijing.
In Japan existieren mehrere Abschriften aus dem 4. Jahr Tempyō 732.

Das Diamant-Sutra hat in den verschiedensten asiatischen Ländern schnell eine weite Verbreitung gefunden und ist wie das Herz - Sutra Bestandteil der 'Prajnaparamita - Sutras'. Heute wird es im Chan und im Zen gepflegt.

Die Authorschaft von Asanga bezüglich des Kommentars Trisatikayah Prajnaparamita Karikasaptati ist allerdings nicht gesichert[1].

Inhalt

Das Diamant-Sutra ist in 32 Abschnitte mit Belehrungen Buddhas an Subhuti untergliedert, die u.a. über das Wesen der Bodhisattvas belehren.[2] Das Sutra behandelt die Prajnaparamita - Philosophie der Leere und des Mangels der Dinge an wahrer Existenz. Selbst Gedanken werden als Illusionen und Buddhafelder als nicht existent angesehen. Das Bewusstsein sollte entwickelt werden, ohne bei Formen zu verweilen und auch ohne bei Tönen, Gerüchen, Geschmäckern, Tastbarem und Phänomenen zu verweilen, aber letztendlich ist Form Leerheit und Leerheit ist Form.

Damit folgt es dem Herz - Sutra. Das Astasāhasrikā-prajñapāramitā-sūtra benutzt allerdings den Raum (Akasha) als zentrale Metapher für Sunyata. Von einem Vajra-Nada, der zur Erleuchtung führt, ist hier noch keine Rede.

Namo bhagavatīprajñāpāramitāyai - oṃ īriti īṣiri śruta viṣaya viṣaya svāhā

Literatur

Referenzen

Weblinks